Bei den ersten Schritten vor die Haustür begleiten Minusgrade den vielversprechenden Sonnenaufgang. Mittags regnet es in Strömen, bevor der Nachmittag der Morgensonne alle Ehre macht: Plötzlich fühlt sich das Wetter an wie im Sommer und plädiert für einen After-Work-Drink im Biergarten – wobei es rund um den Fuß so feucht wird wie im Glas. Es sei denn, Sie tragen kaltgefütterte Allwetterschuhe. Bitte was? Gleich wissen Sie mehr!
Der goldene Mittelweg für Übergangsschuhe
Die Eigenschaften „kalt“ und „gefüttert“ erscheinen auf den ersten Blick unvereinbar widersprüchlich. Der Gedanke verflüchtigt sich, wenn man bei saisonalen Modellen das Innere neugierig erforscht. Manche Frühlingsschuhe aus sehr einfachen Chargen wagen es, komplett ohne Futter aufzuschlagen: Das textile Gewebe im Inneren dient lediglich als Trägermaterial für das hauchdünne Kunstleder, das außen für eine elegante Optik sorgt. Mit dieser Obermaterial-Innenfutter-Symbiose geben sich die Übergangsschuhe sehr optimistisch, weil sie kühlere Temperaturen der Zwischensaison ignorieren.
Zur umgekehrten Bilanz gelangt man beim Erkunden einfacher Herbstschuhe, die innen häufig schon so flauschig ausgestattet sind, dass ihre Isolierung auch für einen frostigen Winterspaziergang reichen würde. Hier zu wenig und dort überdimensioniert – genau an dieser Weggabelung positionieren sich kaltgefütterte Schuhe, die häufig auch Allwetterschuhe oder Übergangsschuhe genannt werden.
Saisongerechte Innenausstattung für Winterstiefel, Übergangsschuhe und Sommerklassiker
Beim Schuhdesign ist nichts in Stein gemeißelt, daher gibt es keine exakte Definition für die verschiedenen Innenausstattungen. Einige Hersteller eröffnen für wetterfeste Schuhe mit echtem Fellfutter eine autarke Kategorie. Genau genommen handelt es sich jedoch um eine exklusive Spielart des Warmfutters, die für extrem winterliche Gefilde gedacht ist.
Verbreiteter sind warme Fütterungen aus Teddy-Plüsch, dickerem Filz oder Wolle, die bei niedrigen Temperaturen eine umfassende Isolierung bieten. Wer damit schon einmal den Weg zur Arbeit anging und später im gut beheizten Büro saß, weiß zu berichten: Der grundsätzlich saisongerechte Klimakomfort vom Warmfutter kann sich schnell ins Gegenteil umkehren. Das gilt besonders für Regionen mit mildem Winterwetter, bei dem tagsüber eigentlich Herbstschuhe oder Frühlingsschuhe genügen würden.

Kaltgefütterte Schuhe werden teilweise als ungefüttert bezeichnet – sogar von manchen Herstellern. Das entspricht nicht den Tatsachen, weil durchdachte Frühlingsschuhe und Herbstschuhe stets ein Obermaterial und ein zusätzliches Innenfutter haben. Es springt wegen der dünnen Ausführung lediglich nicht ins Auge – insbesondere wenn dafür bei Lederschuhen ebenfalls Leder gewählt wurde.
Gerechtfertigt ist der vollständige Verzicht auf das Innenfutter nur bei einigen Klassikern für den Sommer, wofür superleichte Espadrilles aus Leinen ein gelungenes Beispiel sind. Ansonsten dominieren kaltgefütterte Schuhe bei Qualitätsmarken auch die geschlossenen Kollektionen für die warme Jahreszeit, damit sich ein angenehmes Klima ergibt – mit und ohne Socken an den Füßen. Umweltbewusste Shopper können auch nachhaltige Optionen, wie beispielsweise das ReBOTL-Material von Timberland wählen.
Typisch für komfortable Übergangsschuhe: Außenleder + Lederfutter
Kaltgefütterte Schuhe mit einem traditionsbewussten Qualitätsanspruch setzen bei der Innenausstattung auf eine zusätzliche Materialschicht aus echtem Leder. Für alle Modelle inklusive Allwetterschuhe gilt: Fürs Innenleben ist das Hineinschlüpfen und Ausziehen genauso strapaziös wie der Reibungsprozess beim Laufen.
Bevorzugt wird deshalb für kaltgefütterte Kollektionen meist ein spezielles Futterleder, das sich angenehm geschmeidig anfühlt und trotzdem robust ist. Teilweise sind neuralgische Bereiche wie die Ferse zusätzlich mit einer besonders strapazierfähigen Lederqualität verstärkt. Insbesondere kaltgefütterte Frühlingsschuhe belassen es meist bei diesem Duett. Es gibt jedoch kaltgefütterte Herbstschuhe, die eine Zwischenschicht ergänzen – beispielsweise aus dünnem Textil.
Frühlingsschuhe und Herbstschuhe mit allwettertauglichem Klimakomfort
Man benötigt kaum Fantasie, um sich vorzustellen, welche Pluspunkte kaltgefütterte Schuhe haben, die durchweg aus Echtleder gefertigt sind. Das doppelt verarbeitete Naturmaterial bremst die Witterungseinflüsse aus. Sofern die regelmäßige Pflege stimmt, handelt es sich um weitgehend wasserdichte Schuhe, worüber man sich beim plötzlichen Regenschauer im Frühling oder Herbst freut.
Die Körperwärme, die von den Füßen ausgeht, wird von den hauchfeinen Lederfasern aufgenommen und zurückgegeben. So erklärt sich, warum kaltgefütterte Übergangsschuhe im moderaten Ausmaß wärmen, wenn die Umgebungstemperaturen schwächeln.

Weil Leder zu den offenporigen Materialien zählt, können überschüssige Feuchtigkeit und Hitzeentwicklung bis zum gewissen Grad aus dem Schuhinneren entweichen. Das naturgegebene Talent zur Temperaturregulierung und zum Feuchtigkeitstransport sorgt dafür, dass sogar sehr rustikal und fest anmutende Allwetterschuhe mit einem hohen Klimakomfort überraschen.
Als Glücksgriff kann sich beispielsweise eine kaltgefütterte Lederstiefelette in frischen Farben erweisen: Ohnehin reiht sie sich in den Reigen der Herbstschuhe ein und überzeugt erwartungsgemäß in dieser Saison – stilistisch und funktional. An vielen Wintertagen bleibt sie ebenfalls im Rennen – vor allem beim Teamwork mit den Wollstrümpfen. Als Frühlingsschuhe wirken die Bariello-Multitalente in Übergröße dank der Farbkraft auch nicht deplatziert, falls das Aprilwetter einen verrückten „Saison-Cocktail“ serviert.
Kaltgefütterte Übergangsschuhe mit natürlichen Textilien
Zur Königsklasse des traditionellen Handwerks gehören kaltgefütterte Frühlingsschuhe und Herbstschuhe mit klassischem Futterleder. Es bleibt aber eine Frage des individuellen Geschmacks, ob man beispielsweise das kalte Einstiegsgefühl beim Anziehen mag.
Textile Werkstoffe, die in einer vernünftigen Stärke verarbeitet werden, sind bei der Fütterung gelungene Alternativen, soweit sie atmungsaktive Schuhe begünstigen. Das ist beispielsweise bei Baumwolle der Fall. So präsentiert beispielsweise Legero durchdachte Damensneaker in Übergröße mit Rauleder und Frottee-Futter, die sich prima als Frühlingsschuhe oder Herbstschuhe für lässige Outfits eignen. Gabor stellt hingegen hohe Übergangsschuhe mit Textilfutter vor, die beim Businesstermin und Stadtbummel eine gute Figur machen.
Übergangsschuhe mit Kaltfutter aus High-Tech-Textilien
Rein synthetische Materialien sind für warmgefütterte und kaltgefütterte Schuhe selten eine gute Idee, weil sie die Füße schnell zum Schwitzen bringen. Eine Ausnahme bilden fortschrittliche Textilgewebe, die sogenannte Membranschuhe innen und außen charakterisieren.
Häufig wird in solche Funktionsschuhe, die sich beispielsweise für Wanderungen in kälteren Gebieten eignen, eine weitere Zwischenschicht aus Vlies eingearbeitet. Dadurch sind sie gelungene Beispiele dafür, dass sich warmgefütterte und kaltgefütterte Schuhe nicht immer klar trennen lassen, weil die Übergänge bei der Materialausstattung fließend sind.
Textilfütterungen mit einer ausgeklügelten Synthetik-Membran eignen sich nicht nur für Outdoor-Allwetterschuhe, sondern auch für die stetigen Freizeitbegleiter. Die Gore-Tex-Herrenschuhe in Übergröße von Ecco kombinieren schwarzes Glattleder für einen zeitlosen Look mit innovativem Innenfutter, das weich, leicht und atmungsaktiv ist. So gibt die nordische Marke erfreulich unkomplizierte Allwetterschuhe an die Hand, die beinahe rund ums Jahr überzeugen.